Akupunktur ist eine beliebte und wirkungsvolle Heilmethode der Komplementärmedizin. Sie kann schnell akute Schmerzen und psychische Beschwerden lindern und teilweise ganz heilen.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das Qi von zentraler Bedeutung. Qi heisst Lebensenergie auf Chinesisch. Es zirkuliert in bestimmten Bahnen im menschlichen Körper, auch Meridiane genannt. Das Qi hat einen Einfluss auf Organe, Körperfunktionen und Gefühle. Werden die Qi-Flüsse gestört oder blockiert, kann es Schmerz verursachen.
Bei der Akupunktur werden dünne Nadeln an bestimmten Stellen auf der Körperoberfläche, sogenannte Meridianpunkte, eingestochen. Diese Punkte werden je nach Schmerz oder Beschwerden ausgewählt, um so eine bestimmte Blockade im Energiefluss des Patienten zu lösen. Auch Schmerzen an inneren Organen können so gelindert werden. Die lindernde Wirkung durch Akupunktur kommt dadurch zustande, dass die Nadeln einen stimulierenden Reiz im Gehirn auslösen und dieses vermehrt schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Substanzen ausschüttet. Diese werden auch «Glückshormone» genannt. Dazu gehören etwa Serotonin und Endorphin. Für Patienten, die unter chronischen Schmerzen wie Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen leiden, kann Akupunktur eine hilfreiche Ergänzung zu einer Schmerztherapie mit beispielsweise Schmerz- oder Entzündungshemmern sein. Akupunktur lässt sich aber auch als eigenständige TCM-Schmerztherapie einsetzen.
Eine Akupunktur-Behandlung ist schmerzarm. Die Einstiche sind kaum spürbar. Damit der Effekt der Behandlung möglichst gross ist, bleiben die Nadeln ungefähr 30 bis 45 Minuten im Meridianpunkt.